GuD - was heißt das eigentlich?

GuD

Anders als bei herkömmlichen Dampfkraftwerken besitzt ein GuD-Kraftwerk zwei unterschiedliche Turbinentypen: eine Gasturbine und eine Dampfturbine. Dadurch lassen sich die Vorteile beider Prozesse miteinander verbinden: Die hohe Eintrittstemperatur der Gasturbine in Verbindung mit der Nutzung des Abgasstroms für einen nachgeschalteten Wasserdampfkreislauf führt zu einer besseren Ausnutzung des Brennstoffs. Der Brennstoff Erdgas wird zunächst im Brenner der Gasturbine gezündet. Die bis zu 1.500 °C heißen Abgase strömen dann direkt über die Gasturbinenschaufeln und diese treiben über eine Welle einen Generator an. Danach gelangen die Abgase mit einer Durchschnittstemperatur von über 600 °C in den Abhitzekessel. Hier wird das Kesselspeisewasser durch die heißen Rauchgase erhitzt, bis sich Wasserdampf bildet. Dieser Dampf strömt anschließend über eine Dampfturbine. Dabei wird seine Energie in die Drehbewegung der Turbine gewandelt. Mit dieser Energie wird wiederum ein Generator angetrieben. Dieser leitet den erzeugten Strom schließlich über einen Transformator in das Stromnetz. Der Dampf aus der Dampfturbine wird durch den Kondensator geleitet und dort abgekühlt, bis sich wieder Wasser bildet. Durch das Zurückpumpen des Speisewassers in den Abhitzekessel schließt sich der Kreislauf.

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